Dienstag, 28. April 2015

Der Seidenspinner


Robert Galbraith: Der Seidenspinner  

Nachdem ich den ersten Band von Robert Galbraith alias J.K. Rowling nahezu verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten, den Seidenspinner zu lesen. Und war ehrlich gesagt: Ein bisschen enttäuscht. Um versöhnlich zu bleiben - es ist ein klassisch erzählter Krimi à la Agatha Christie ... erst ganz am Ende nimmt er Fahrt auf, dann allerdings kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Ich "musste" das Buch trotzdem zu Ende lesen, ist mir doch der Ermittler und Privatdetektiv Cormoran Strike sehr ans Herz gewachsen. Ebenso seine sehr sympathische Assistentin Robin ... ich freu mich trotz allem auf Band 3 :) Immerhin meint Literaturkritiker Denis Scheck zu diesem Werk: "Dass mir [Der Seidenspinner] großes Vergnügen bereitet, liegt daran, dass es eine in der literarischen Welt spielende Satire auf die Usancen eitler Autoren, gieriger Agenten und bornierter Verleger ist - nicht zu vergessen die ahnungslosen Kritiker."

Und darum geht's: Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen. Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …


ISBN 978-3764505158 - erschienen im Blanvalet Verlag, 19,99 Euro